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Wärmepumpe im Neubau: Welche passt, was sie kostet und wie sie gefördert wird

Aktualisiert:

27.10.2026

Lesezeit:

9

Minuten
Wärmepumpe im Neubau: Welche passt, was sie kostet und wie sie gefördert wird

Wärmepumpe im Neubau: Das Wichtigste in Kürze

  • Für die meisten Neubauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung die passende Heizung. 2025 war sie in 83 % der genehmigten Wohngebäude als Hauptheizung vorgesehen.
  • Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Installation in der Regel 18.000 bis 45.000 €.
  • Im Effizienzhaus 40 können die Stromkosten unter 250 € im Jahr liegen.
  • Im Neubau gibt es keinen Heizungszuschuss. Gefördert wird das ganze Haus über zinsgünstige KfW-Kredite.
  • Den KfW-Antrag musst du stellen, bevor du den ersten Bau- oder Liefervertrag unterschreibst. Das übernimmt hansetherm für dich.
  • Im ersten Winter ist ein höherer Stromverbrauch normal, weil die Baufeuchte heraustrocknet.

Wärmepumpe im Neubau: Welche Art passt, was sie kostet, welche KfW-Förderung greift und warum sie im ersten Winter mehr Strom braucht.

Welche Wärmepumpe eignet sich für den Neubau?

Für die meisten Neubauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung die passende Heizung. Das zeigt auch die Statistik: Laut Statistischem Bundesamt war die Wärmepumpe in 83 % der 2025 genehmigten Wohngebäude als Hauptheizung vorgesehen. Ein gut gedämmtes Haus braucht wenig Wärme und große Heizflächen kommen mit einer Vorlauftemperatur von 25 bis 35 Grad aus.

Eine Erdwärmepumpe arbeitet noch effizienter: Im Neubau-Feldtest des Fraunhofer ISE aus den Jahren 2012 und 2013 erreichte sie im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 4,0, die Luftwärmepumpe 3,1. Durch die Bohrung kostet sie aber deutlich mehr, und dafür ist außerdem eine Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde nötig. Je niedriger die Heizlast deines Hauses, desto weniger Strom spart der Effizienzvorteil in absoluten Zahlen, während die Bohrkosten bleiben. Am Markt dominiert deshalb die Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Was kostet eine Wärmepumpe im Neubau?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet im Einfamilienhaus inklusive Installation in der Regel 18.000 bis 45.000 €. In echten Angeboten, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz 2026 ausgewertet hat, lagen die Gesamtkosten zwischen 21.099 und 54.168 €. Im Neubau entfallen dabei Posten, die bei einer Modernisierung anfallen, etwa der Ausbau der alten Heizung oder der Tausch von Heizkörpern. Außerdem sparst du im Betrieb, weil ein gut gedämmtes Haus wenig Strom braucht.

KostenpunktWas im Neubau gilt
Luft-Wasser-Wärmepumpe18.000 bis 45.000 € inklusive Installation
Erdwärmepumpe18.000 bis 50.000 € inklusive Erschließung, je nach Sonde oder Kollektor
Strom im BetriebIm Effizienzhaus 40 mit 130 Quadratmetern weniger als 1.200 Kilowattstunden, also unter 250 € im Jahr

Die Stromkosten haben wir mit 20,66 Cent pro Kilowattstunde berechnet, dem aktuell durchschnittlichen Neukundenpreis für Wärmepumpentarife laut Verivox.

Alle Werte sind eine Orientierung und keine verbindlichen Preisangaben. Bei hansetherm bekommst du ein Komplettpaket mit Festpreisgarantie, du weißt also vorher genau, was deine Wärmepumpe kostet.

Welche Förderung gibt es für die Wärmepumpe im Neubau?

Für eine Wärmepumpe im Neubau gibt es keinen eigenen Zuschuss. Die Heizungsförderung mit bis zu 80 % Zuschuss gilt laut KfW nur für bestehende Häuser, deren Bauantrag mindestens 5 Jahre zurückliegt. Auch Angaben zu einem BAFA-Zuschuss für Wärmepumpen im Neubau, die im Netz noch kursieren, sind überholt.

Im Neubau fördert der Staat stattdessen das ganze Haus über zinsgünstige Kredite, die Wärmepumpe wird damit indirekt mitfinanziert. Wer die Zuschüsse für den Heizungstausch in seine Baufinanzierung einrechnet, hat deshalb am Ende eine Lücke.

ProgrammFür wenKredit bisMit QNG bis
Klimafreundlicher Neubau (KfW 297/298)Effizienzhaus 40 mit Klimanachweis100.000 €150.000 €
Wohneigentum für Familien (KfW 300)Familien mit Kind und Einkommen bis 90.000 €, plus 10.000 € je weiterem Kind170.000 bis 220.000 €220.000 bis 270.000 €

Quelle: KfW, Klimafreundlicher Neubau, KfW, Wohneigentum für Familien

Beide Programme kannst du nicht für dieselbe Wohnung kombinieren. Laut Bundestag plant der Bund außerdem, die Neubauprogramme der KfW 2027 schrittweise in einem neuen Förderprogramm zusammenzuführen. Die genauen Bedingungen stehen noch nicht fest, deshalb prüfen wir die aktuell geltenden Konditionen vor deinem Antrag mit dir.

Die Zinsen ändern sich regelmäßig. Den aktuellen Wert findest du im Konditionenanzeiger der KfW. Ergänzend bieten Landesförderbanken wie die NBank oder die IB.SH Darlehen für selbst genutztes Wohneigentum an. Einen eigenen Zuschuss für die Wärmepumpe im Neubau gibt es dort nicht, die IFB Hamburg etwa schließt Neubauvorhaben bei ihrer Wärmepumpenförderung ausdrücklich aus.

Welche Voraussetzungen gelten für die KfW-Förderung?

Für den klimafreundlichen Neubau und das Programm “Wohneigentum für Familien” gelten laut KfW diese Voraussetzungen:

  • Effizienzhaus 40: Das Haus braucht höchstens 40 % der Primärenergie eines gesetzlichen Referenzgebäudes.
  • Klimabilanz: Über den ganzen Lebenszyklus darf das Haus nur begrenzt Treibhausgase verursachen.
  • Heizung: Öl-, Gas- und Biomasseheizungen sind ausgeschlossen.
  • Energieeffizienz-Experte: Er begleitet den Antrag und weist die Standards nach. Ohne ihn gibt es keine Förderung.
  • Leise Außeneinheit: Eine Luftwärmepumpe muss mindestens 10 dB unter dem Grenzwert der EU-Ökodesign-Verordnung liegen.
  • Natürliches Kältemittel: Ab 2027 dürfen nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel wie Propan eingebaut werden.

Den höheren Kredit gibt es mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) des Bundesbauministeriums. Dafür wird das Haus zusätzlich nach einem anerkannten System für nachhaltiges Bauen zertifiziert, was mehr Planungsaufwand bedeutet und extra kostet.

Der Kredit läuft über einen Finanzierungspartner wie deine Bank oder Sparkasse, den Antrag übernehmen wir für dich. Die Vaillant aroTHERM plus und die aroTHERM pro arbeiten beide mit dem natürlichen Kältemittel R290 und erfüllen damit schon die Kältemittel-Vorgabe ab 2027.

Wann musst du den KfW-Antrag stellen?

Der KfW-Antrag muss eingegangen sein, bevor dein Vorhaben beginnt. Als Beginn gilt laut KfW-Merkblatt der erste Liefer- oder Leistungsvertrag für den Bau, beim Kauf vom Bauträger schon der Kauf- oder Bauträgervertrag. Auch Baugrube, Fundament und Hausanschlüsse zählen als Beginn. Planung und Beratung darfst du dagegen schon vorher beauftragen.

Wie wird eine Wärmepumpe im Neubau richtig geplant?

Bei der Planung einer Wärmepumpe im Neubau kommt es vor allem auf 2 Dinge an:

  1. die richtige Dimensionierung
  2. den richtigen Aufstellort

Ist das Gerät zu groß, verbraucht es mehr Strom und verschleißt schneller. Steht es an der falschen Stelle, gibt es Ärger mit den Nachbarn. Bei hansetherm übernehmen wir beides für dich, von der Heizlastberechnung bis hin zur Schallprüfung.

Wie groß muss eine Wärmepumpe im Neubau sein?

Mit der Größe ist die Dimensionierung gemeint, also die Heizleistung der Wärmepumpe in Kilowatt. Sie fällt im Neubau meist kleiner aus, als viele denken. Ein Neubau im Standard Effizienzhaus 55 benötigt etwa 0,04 Kilowatt pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern sind das rund 6 Kilowatt, Warmwasser nicht eingerechnet. Ein Effizienzhaus 40 liegt eher darunter. Die genaue Größe ergibt sich nur aus einer Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

Warum ist eine zu große Wärmepumpe ein Problem?

Eine zu große Wärmepumpe muss takten, also ständig ein- und ausschalten. Das kostet mehr Strom und lässt das Gerät schneller verschleißen. Im gut gedämmten Neubau ist an milden Tagen oft selbst die kleinste Leistungsstufe zu groß, entscheidend ist deshalb die minimale Leistung im Datenblatt. Ob deine Anlage zu oft taktet, behalten wir mit unserer Wartung im Blick.

Welche Rolle spielt die Normaußentemperatur?

Die Heizlastberechnung geht von der Normaußentemperatur aus. Das ist das tiefste Zweitagesmittel der Lufttemperatur, das in 20 Jahren zehnmal erreicht oder unterschritten wird. Seit der DIN/TS 12831-1 gilt sie für jeden Postleitzahlenbereich einzeln. In Norddeutschland fällt sie milder aus als im Süden.

Normaußentemperatur im Vergleich: Kiel, Hamburg, Bremen und Hannover sind milder als München

Je milder die Normaußentemperatur, desto kleiner fällt die berechnete Heizlast aus. Wird in Hamburg mit einem pauschalen oder veralteten Wert gerechnet, wird das Gerät schnell zu groß. Bei unserer Heizlastberechnung gehen wir deshalb vom Wert für deinen Standort aus.

Wo wird die Wärmepumpe im Neubau aufgestellt?

Der Aufstellort der Außeneinheit gehört im Neubau schon in den Entwurf und nicht erst auf die Baustelle. Leitungswege, Fundament, Kondensatablauf und der Abstand zum Nachbarn hängen davon ab. Bei hansetherm empfehlen wir die Außenaufstellung, denn eine Innenaufstellung braucht zusätzliche Bohrungen in der Gebäudehülle.

Wie laut darf die Wärmepumpe im Neubaugebiet sein?

Im Neubaugebiet stehen die Häuser oft dicht, die Lautstärke ist hier also besonders wichtig. Geräusche von Luftwärmepumpen werden nach der TA Lärm beurteilt. Kritisch ist die Nacht von 22 bis 6 Uhr, denn dann gelten die niedrigsten Richtwerte.

GebietsartRichtwert tagsRichtwert nachts
Reines Wohngebiet50 dB(A)35 dB(A)
Allgemeines Wohngebiet55 dB(A)40 dB(A)
Dorfgebiet, Mischgebiet60 dB(A)45 dB(A)

Quelle: TA Lärm, Nr. 6.1

Welche Gebietsart für dein Grundstück gilt, steht im Bebauungsplan. Eine Baugenehmigung braucht die Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Regel nicht, die Verantwortung für die Richtwerte trägt aber der Betreiber, also du. Bei hansetherm übernehmen wir deshalb die Standortwahl und die Schallprüfung für dich und klären vorab, ob dein Gerät am geplanten Standort die Richtwerte einhält. Eine erste Einschätzung liefert auch der Schallrechner des Bundesverbands Wärmepumpe.

Wie leise sind die Wärmepumpen von hansetherm?

Unsere Wärmepumpen sind auf leisen Betrieb ausgelegt. Die Vaillant aroTHERM plus erreicht im Nachtbetrieb nur rund 28 dB(A) und ist damit leiser als der Nachtrichtwert für reine Wohngebiete.

Deine Wärmepumpe im Neubau mit hansetherm

Mit uns planst du deine Wärmepumpe im Neubau als Teil des ganzen Heizsystems und nicht als Einzelgerät. Du bekommst von uns ein Komplettpaket mit Festpreisgarantie.

Unser Komplettpaket auf einen Blick

  • Zertifizierte Luft-Wasser-Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel
  • Kostenlose und unverbindliche Beratung
  • 100 % digitale Wärmepumpen-Planung
  • Förderservice für Zuschüsse von bis zu 80 %
  • Finanzierungshilfe
  • Installation in 30 Tagen, ausgeführt von SHK-Meisterbetrieben
  • Wartung mindestens einmal jährlich

Und das alles mit Festpreisgarantie aus einer Hand!

Gerade im ersten Winter zahlt sich unsere Wartung aus. Bei der Fernwartung prüfen wir unter anderem Stromverbrauch, Heizkurve, Bivalenzpunkt und den Temperaturverlauf der vergangenen Tage. Läuft der Heizstab länger als nötig oder ist die Heizkurve noch auf Bautrocknung eingestellt, fällt das auf. Deinen Verbrauch siehst du jederzeit selbst in unserer App.

„Bei meinem Neubau war mir ein hochwertiges und langlebiges Produkt wichtig sowie einen kompetenten Partner, auf den ich langfristig zählen kann. Alles habe ich bei hansetherm gefunden.“

Sebastian

Wärmepumpe im Neubau: Unser Fazit

Für die meisten Neubauten ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung die passende Heizung. Sie kostet inklusive Installation in der Regel 18.000 bis 45.000 €, braucht im gut gedämmten Haus aber wenig Strom. Einen Zuschuss für die Heizung gibt es im Neubau nicht, gefördert wird das ganze Haus über KfW-Kredite. Der Antrag muss vor dem ersten Vertrag stehen, und ab 2027 sind in geförderten Effizienzhäusern nur noch Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel erlaubt.

Ob die Wärmepumpe effizient und leise läuft, entscheiden vor allem die richtige Dimensionierung und der Aufstellort. Mit hansetherm musst du dich darum nicht allein kümmern: Heizlastberechnung, Standortwahl und Schallprüfung übernehmen wir, den KfW-Antrag übernehmen wir, und mit unserer Wartung behalten wir auch den ersten Winter im Blick. So heizt du im neuen Haus von Anfang an effizient und einfach unabhängig.

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FAQ

Warum braucht die Wärmepumpe im ersten Winter mehr Strom?

Eine Wärmepumpe im Neubau braucht im ersten Winter mehr Strom, weil sie neben dem Haus auch die Baufeuchte aus Wänden und Estrich herausheizt. Das ist normal und kein Zeichen für einen Defekt. Einen festen Normalwert gibt es nicht, aber eine grobe Orientierung: Eine effiziente Wärmepumpe kann in einem Effizienzhaus 40 mit 130 Quadratmetern weniger als 1.200 Kilowattstunden Strom im Jahr verbrauchen. Rechnet man rund 30 % Mehrbedarf dazu, kommt man rechnerisch auf etwa 1.550 Kilowattstunden. Übernimmt der Heizstab das Aufheizen des Estrichs, kommt dessen Strom noch hinzu. Ein größeres Haus oder ein schwächerer Effizienzstandard verschiebt die Werte nach oben.

Ist eine Wärmepumpe im Neubau Pflicht?

Nein. Seit dem 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz. Die frühere 65-Prozent-Regel für neue Heizungen ist laut Bundesgesetzblatt gestrichen. Du kannst die Heizung im Neubau frei wählen. Eine neue Gas- oder Ölheizung muss ab 2029 aber einen steigenden Anteil an Biobrennstoffen nutzen. Ab dem 1. Januar 2030 müssen alle Neubauten Nullemissionsgebäude sein, die am Standort keine fossilen Brennstoffe verbrennen. Die KfW-Neubauförderung gibt es zudem nur ohne Öl- oder Gasheizung.

Kann ich mit der Wärmepumpe im Neubau auch kühlen?

Ja, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann über die Fußbodenheizung aktiv kühlen, wenn sich ihr Kältekreis umkehren lässt.

Brauche ich im Neubau einen Pufferspeicher?

Meist nicht. Ein Pufferspeicher ist nach VDI 4645 nicht zwingend nötig, wenn genug Wasser in der Anlage ungehindert zirkulieren kann. Bei Wärmepumpen mit Invertertechnik kann das Leitungssystem der Fußbodenheizung die Zwischenspeicherung übernehmen. Ein unnötiger Speicher kostet Platz, Geld und Wärmeverluste. Ob eine Anlage einen braucht, hängt vom Gerät und von der Wassermenge in der Fußbodenheizung ab.

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