23.07.2026
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Der reine Umstieg von Öl auf Gas lohnt sich finanziell und ökologisch nicht. Stattdessen läuft man Gefahr, in eine wirtschaftliche und gesetzliche Falle zu tappen. Da beide Energieträger fossile Brennstoffe sind, treiben die stetig steigende CO₂-Steuer und unsichere Marktpreise die Kosten weiter hoch. Zudem stehen Gasheizungen langfristig vor strengeren gesetzlichen Auflagen.
Die 4 Hauptgründe gegen einen Wechsel von Öl zu Gas sind:
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) erlaubt zwar fossile Heizungen, führt aber im Gegenzug für neu eingebaute Anlagen die sogenannte Bio-Treppe ein. Das bedeutet: Wenn du jetzt eine neue Gasheizung installierst, bist du gesetzlich verpflichtet, in wenigen Jahren teures „grünes“ Gas (z. B. Biomethan) beizumischen:
Da „grünes“ Gas am Markt extrem knapp und deutlich teurer als normales fossiles Erdgas ist, werden die laufenden Heizkosten für solche Anlagen zwangsläufig in die Höhe schießen.
Um den Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen anzukurbeln, hat die Bundesregierung das Heizen mit fossilen Brennstoffen teurer gemacht. Die CO₂-Steuer wurde 2021 in Deutschland eingeführt und betrifft vor allem Heizöl und Erdgas. Sie ist im sogenannten Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) verankert und ein zentraler Baustein der deutschen Klimapolitik.
Ab 2028 unterliegen sowohl Öl als auch Gas dem Europäischen Emissionshandel (ETS 2). Bis dahin bleibt 2027 der nationale CO₂-Preis nach BEHG maßgeblich. Erst mit dem tatsächlichen ETS2-Start entfällt der gedeckelte Fixpreis, der Preis bildet sich dann frei am Markt.
Da das Heizen mit fossilen Energien dadurch Jahr für Jahr teurer wird, soll ein kontinuierlicher Anreiz geschaffen werden, auf erneuerbare Energien umzurüsten und die Emissionen im Gebäudesektor nachhaltig zu senken.
Der Staat unterstützt dich beim Heizungstausch, aber nur, wenn du auf erneuerbare Energien umsteigst:
Das Gesetz sieht ein klares Ablaufdatum vor: Spätestens am 31. Dezember 2044 ist Schluss mit fossilen Brennstoffen. Jede Gasheizung, die heute eingebaut wird, hat also ein eingebautes Verfallsdatum und muss bis dahin stillgelegt oder vollständig mit teuren grünen Gasen betrieben werden.
Aktuell ist das Heizen mit Gas günstiger als mit Öl. Hier sind die aktuellen Durchschnittspreise für Heizöl und Erdgas in Deutschland (Stand: Juni 2026):
Der Preis für Heizöl schwankt täglich, hat sich aber in den letzten Wochen bei folgender Größenordnung eingependelt:
Beim Erdgas kommt es aktuell sehr stark darauf an, in welchem Vertragsverhältnis du dich befindest. Die Preisunterschiede sind enorm:
Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (20 000 kWh Verbrauch) macht der Unterschied zwischen einem teuren Grundversorger und einem günstigen Neukundentarif derzeit schnell 500 bis 800 € im Jahr aus. Doch auch wenn Gas momentan das Rennen macht, teilen sich beide Energieträger dasselbe Schicksal: Sie werden teurer.
Da Öl bei der Verbrennung noch mehr CO₂ ausstößt als Gas (etwa 266 g CO₂ pro kWh bei Öl gegenüber 202 g bei Erdgas), schlägt der steigende gesetzliche CO₂-Preis beim Heizöl noch etwas härter zu. Spätestens wenn ab 2028 der neue Europäische Emissionshandel (ETS 2) greift und die CO₂-Preise frei vom Markt gebildet werden, werden die Heizkosten für beide fossilen Brennstoffe stark ansteigen.
Wenn man ausschließlich diese beiden Systeme miteinander vergleicht, ist die Gasheizung der Gewinner, da sie deutlich platzsparender ist, weniger Wartung benötigt und sauberer verbrennt. Zudem stößt Erdgas weniger CO₂ aus als Öl, was angesichts der stark steigenden CO₂-Preise ab 2027 einen spürbaren Kostenvorteil bietet. Dennoch bleiben beide Varianten auf lange Sicht extrem teure fossile Sackgassen.
Das Rennen zwischen Öl und Gas ist letztlich nur die Frage, welches von beiden Systemen dich in den kommenden Jahren etwas weniger Geld kosten wird. Die wirklich zukunftssichere Lösung – die zudem mit bis zu 70 % vom Staat gefördert wird – bleibt der direkte Umstieg auf eine Wärmepumpe.
Statt Geld für den Umstieg auf ein anderes fossiles System auszugeben, lohnt sich der direkte Wechsel zu zukunftssicheren Systemen wie der Wärmepumpe. Sie nutzt Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser und benötigt für den Betrieb nur Strom. Wenn dieser aus erneuerbaren Energien (oder gar der eigenen PV-Anlage) stammt, heizt man nahezu CO₂-neutral.
Das Beste: Der Staat unterstützt den Tausch einer alten Ölheizung gegen eine Wärmepumpe mit enormen Zuschüssen von bis zu 80 %. Wer von Öl auf Gas umsteigt, erhält dagegen 0 % Förderung.
Der Umstieg von Öl auf Gas ist eine Investition in die Vergangenheit. Er löst das Problem der fossilen Abhängigkeit nicht, schützt nicht vor steigenden CO₂-Kosten und wird durch gesetzliche Auflagen ab 2029 zu einem unkalkulierbaren finanziellen Risiko. Wer heute anpackt, sollte den Schritt direkt Richtung Wärmepumpe gehen. Bei hansetherm bekommst du ein Komplettpaket aus einer Hand.
Entscheide dich direkt für die zukunftssichere und günstigere Alternative zu Öl und Gas. Fülle unseren Fragebogen in nur 2 Minuten aus und erfahre, wie der Umstieg für dich konkret aussehen kann.
Die Umrüstung von einer alten Ölheizung auf eine neue Gasheizung kostet für ein typisches Einfamilienhaus insgesamt etwa 10.000 bis 17.000 €.
Die Kosten setzen sich grob aus folgenden Posten zusammen:
Wichtig dabei: Im Gegensatz zu Wärmepumpen gibt es für den Einbau einer reinen Gasheizung 0 € staatliche Förderung. Du musst die gesamten Umrüstkosten aus eigener Tasche bezahlen.
Ja, das ist technisch problemlos möglich. Man kann allerdings nicht einfach nur den Brenner im alten Gerät umbauen, sondern muss den Heizkessel austauschen.
Ja, Heizöl wird es auch in 20 Jahren (2046) noch geben, allerdings kaum noch in privaten Heizungen. Das gesetzliche Enddatum für fossiles Heizen in Deutschland ist der 31. Dezember 2044. Danach ist der Verkauf von rein fossilem Heizöl für Gebäude verboten.
An unsere Produktions- und Handelspartner stellen wir die höchsten Anforderungen. Dieselben Ansprüche haben wir auch an uns: Deshalb haben wir unser Qualitätsmanagement und umweltbewusstes Handeln prüfen und zertifizieren lassen.