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CO₂-Steuer für Heizöl 2026: Was du jetzt wissen musst

Aktualisiert:

12.08.2026

Lesezeit:

8

Minuten
CO₂-Steuer für Heizöl 2026: Was du jetzt wissen musst

CO₂-Steuer für Heizöl 2026: Das Wichtigste in Kürze

  • Die CO₂-Steuer steigt 2026 auf einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂.
  • Bei Heizöl beträgt die CO₂-Abgabe 2026 bis zu 20,70 Cent pro Liter inklusive Mehrwertsteuer.
  • Bei Erdgas liegt die CO₂-Bepreisung 2026 bei bis zu 1,40 Cent pro Kilowattstunde.
  • Ein Einfamilienhaus mit 2000 Litern Heizölverbrauch zahlt 2026 zwischen 349 und 412 Euro CO₂-Kosten jährlich.
  • Bei Gasheizungen entstehen bei 20.000 kWh Verbrauch CO₂-Kosten von 263 bis 311 Euro pro Jahr.
  • Ab 2028 wird der CO₂-Preis marktbasiert durch den europäischen Emissionshandel bestimmt und kann deutlich steigen.

Erfahre, wie hoch die CO₂-Steuer auf Heizöl 2026 ausfällt, welche Kosten auf Haushalte zukommen und wie du dich langfristig unabhängiger machst.

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Was ist die CO₂-Steuer für Heizöl?

Die CO₂-Steuer ist eine staatliche Abgabe auf fossile Brennstoffe in Deutschland. Offiziell handelt es sich um eine CO₂-Bepreisung im Rahmen des nationalen Emissionshandels, geregelt durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Diese Abgabe verteuert klimaschädliche Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel schrittweise, um einen Anreiz zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes zu schaffen und den Umstieg auf klimafreundlichere Heizlösungen zu fördern.

Die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung fließen in den Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung. Aus diesem Topf werden klimafreundliche Technologien gefördert, darunter der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektromobilität und auch der Austausch alter Öl- und Gasheizungen gegen moderne Wärmepumpen.

Wie hoch ist die CO₂-Steuer für Heizöl 2026?

Für 2026 wurde für die CO₂-Steuer ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂ festgelegt. Der konkrete Preis bildet sich durch Versteigerungen von begrenzt verfügbaren CO₂-Zertifikaten und kann innerhalb dieser Spanne schwanken.

  • Die CO₂-Steuer wird pro Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid berechnet.
  • Sie lag 2021 bei 25 Euro pro Tonne und 2025 bereits bei 55 Euro.
Balkendiagramm zur Entwicklung des CO₂-Preises

Beim Heizöl bedeutet das: Die CO₂-Abgabe für Heizöl kann 2026 bis zu 20,70 Cent pro Liter betragen (inklusive Mehrwertsteuer).

→ Das ist eine Steigerung um rund 3,18 Cent pro Liter gegenüber 2025.

→ Für einen durchschnittlichen Einfamilienhaushalt mit einem Verbrauch von 2000 Litern Heizöl pro Jahr entstehen dadurch CO₂-Kosten zwischen 349 und 412 Euro jährlich.

Hinweis!

Bei Erdgas liegt die CO₂-Bepreisung Gas im Jahr 2026 bei bis zu 1,40 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem typischen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden in einem wenig sanierten Einfamilienhaus summiert sich die CO₂-Steuer auf 263 bis 311 Euro pro Jahr.

CO₂-Steuer für Heizöl 2026: Ein Überblick als Tabelle

Jahr CO₂-Preis pro Tonne CO₂-Steuer Heizöl (Cent/Liter) CO₂-Steuer Gas (Cent/kWh)
2021 25 € 7,9 ct 0,54 ct
2025 55 € 17,52 ct 1,19 ct
2026 55–65 € 17,52–20,70 ct 1,19–1,40 ct
2030* 135–190 € ca. 43–60 ct ca. 2,9–4,1 ct

*Prognose basierend auf verschiedenen Szenarien des Kopernikus-Projekts Ariadne (hohes Szenario: 135 €/Tonne; optimales ETS-ESR-Szenario: 190 €/Tonne)

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CO₂ pro Liter Heizöl: Wie wird die Abgabe berechnet?

Die Höhe der CO₂-Abgabe richtet sich nach dem heizwertbezogenen Emissionsfaktor des jeweiligen Brennstoffs. Heizöl hat einen höheren CO₂-Gehalt als Erdgas, weshalb die CO₂-Steuer für die Ölheizung grundsätzlich höher ausfällt als bei einer Gasheizung.

Pro Liter Heizöl werden etwa 2,65 Kilogramm CO₂ freigesetzt. Bei einem CO₂-Preis für Heizöl von 65 Euro pro Tonne ergibt sich folgende Rechnung:

  • 2,65 kg CO₂ pro Liter × 65 Euro pro Tonne = ca. 17,2 Cent pro Liter (netto)
  • Mit Mehrwertsteuer: ca. 20,7 Cent pro Liter

Hinweis!

Heizölhändler kaufen Emissionszertifikate beim Großhändler und geben diese Kosten an dich weiter. Die CO₂-Abgabe für Heizöl ist deshalb bereits im Literpreis enthalten, den du an der Tankstelle oder beim Heizöllieferanten zahlst.

Wie hoch ist die CO₂-Steuer langfristig?

Die aktuellen Zahlen sind erst der Anfang. Ab 2028 wird die CO₂-Bepreisung für Verkehr und Gebäude in den europäischen Emissionshandel (ETS II) überführt. Dann wird der Preis nicht mehr staatlich festgelegt, sondern bildet sich durch Angebot und Nachfrage am Markt.

Ökonomen erwarten mittelfristig einen deutlichen Anstieg. Das Kopernikus-Projekt Ariadne am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung geht von einem CO₂-Preis zwischen 135 und 190 Euro pro Tonne bis 2030 aus. Das würde die CO₂-Steuer für Heizöl auf 43 bis 60 Cent pro Liter treiben – mehr als eine Verdopplung, im Höchstfall sogar fast eine Verdreifachung gegenüber 2026.

Für Hausbesitzer mit Ölheizung bedeutet das: Die jährlichen CO₂-Kosten könnten bis 2030 auf 850 bis 1200 Euro steigen, bei einem Verbrauch von 2000 Litern. Bei Gasheizungen wären es 650 bis 900 Euro jährlich bei 20.000 kWh Verbrauch. Dazu kommen die eigentlichen Energiekosten, die ebenfalls schwanken können.

Wie wird die CO₂-Steuer zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt?

Seit 2023 müssen Vermieter sich an den CO₂-Kosten beteiligen, und zwar umso stärker, je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes ist. Das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz regelt diese Verteilung in einem Stufenmodell.

Grundregel: Je höher der CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr, desto größer ist der Anteil, den Vermieter tragen müssen. Bei sehr gut sanierten Gebäuden mit weniger als 12 Kilogramm CO₂ pro Quadratmeter tragen Mieter 100 % der Kosten. Bei Gebäuden mit mehr als 52 Kilogramm CO₂ pro Quadratmeter zahlen Vermieter hingegen 95 %.

Hier siehst du die Aufteilung der Kosten im Überblick:

CO₂-Ausstoß pro m²/Jahr Mieter-Anteil Vermieter-Anteil
weniger als 12 kg100 %0 %
12 bis < 17 kg90 %10 %
17 bis < 22 kg80 %20 %
22 bis < 27 kg70 %30 %
27 bis < 32 kg60 %40 %
32 bis < 37 kg50 %50 %
37 bis < 42 kg40 %60 %
42 bis < 47 kg30 %70 %
47 bis < 52 kg20 %80 %
mehr als 52 kg5 %95 %

Die Grundlage für die Berechnung ist der jährliche CO₂-Ausstoß des Gebäudes, der in der Heizkostenabrechnung oder Brennstoffrechnung ausgewiesen sein muss.

Hinweis!

Als Mieter solltest du prüfen, ob der Vermieteranteil korrekt abgezogen wurde. Fehlt die Ausweisung der CO₂-Kosten in der Abrechnung komplett, darfst du deine Heizkosten pauschal um 3 % kürzen.

Wie kannst du steigende CO₂-Kosten vermeiden?

Um dich von der CO₂-Steuer Ölheizung unabhängig zu machen, kannst du durch eine energetische Sanierung deinen Verbrauch senken, auf eine klimafreundliche Heizlösung wie eine Wärmepumpe umsteigen oder deinen Energieverbrauch durch einfache Maßnahmen optimieren.

Energetische Sanierung

Eine bessere Dämmung von Dach, Fassade und Fenstern senkt deinen Energieverbrauch und damit automatisch auch die CO₂-Abgabe. Schon einfache Maßnahmen wie der Austausch alter Fenster oder die Dämmung der obersten Geschossdecke können den Heizbedarf spürbar reduzieren. Staatliche Förderprogramme über die KfW oder das BAFA unterstützen solche Sanierungen finanziell.

Umstieg auf klimafreundliche Heizlösungen

Der effektivste Weg: Raus aus fossilen Brennstoffen, rein in erneuerbare Energien. Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solarthermie sind von der CO₂-Steuer komplett ausgenommen. Besonders Luft-Wasser-Wärmepumpen bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und können auch in bestehenden Gebäuden effizient arbeiten. In vielen Fällen ist auch kein kompletter Umbau auf eine Fußbodenheizung nötig.

Der Staat übernimmt im Rahmen der Wärmepumpen-Förderung bis zu 70 % der Investitionskosten. Das macht den Umstieg oft schon nach wenigen Jahren wirtschaftlich attraktiv, selbst wenn die Anschaffungskosten auf den ersten Blick hoch erscheinen.

Energieverbrauch optimieren

Auch ohne große Investitionen lässt sich viel erreichen: Heizung richtig einstellen, regelmäßig stoßlüften statt Fenster dauerhaft kippen, programmierbare Thermostate nutzen und nachts die Temperatur absenken. Diese einfachen Maßnahmen können den Verbrauch um 10–15 % senken.

Für wen lohnt sich der Umstieg auf eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe arbeitet besonders effizient in gut gedämmten Gebäuden und bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Das heißt aber nicht, dass Altbauten automatisch ausgeschlossen sind. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen auch bei Minusgraden hohe Leistungszahlen und können problemlos mit Heizkörpern betrieben werden, solange diese ausreichend dimensioniert sind.

Besonders wirtschaftlich ist eine Wärmepumpe mit Photovoltaik. Der selbst erzeugte Solarstrom senkt die Stromkosten der Wärmepumpe erheblich und macht dich damit noch unabhängiger von steigenden Energiepreisen.

CO₂-Steuer für Heizöl 2026: Unser Fazit

Steigende CO₂-Kosten müssen kein Dauerzustand sein. Mit einer modernen Wärmepumpe heizt du klimafreundlich, effizient und unabhängig von Gas- und Ölpreisen. Bei hansetherm bekommst du ein Komplettpaket mit Festpreisgarantie: Von der digitalen Planung über die Installation bis zur regelmäßigen Wartung kümmern wir uns um alles und übernehmen auch den Förderantrag für dich.

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FAQ

Wie wird die CO₂-Abgabe berechnet?

Die Abgabe richtet sich nach dem CO₂-Ausstoß des Brennstoffs. Heizöl verursacht etwa 2,65 Kilogramm CO₂ pro Liter. Dieser Wert wird mit dem aktuellen CO₂-Preis multipliziert und inklusive Mehrwertsteuer auf den Heizölpreis aufgeschlagen.

Steigt die CO₂-Steuer auch nach 2026 weiter?

Ja, ab 2028 wird der Preis durch den europäischen Emissionshandel marktbasiert ermittelt. Experten erwarten einen Anstieg auf 107 bis 151 Euro pro Tonne bis 2030. Die CO₂-Steuer könnte sich damit mehr als verdoppeln.

Welche Heizungen sind von der CO₂-Steuer befreit?

Wärmepumpen, Pelletheizungen, Solarthermie und andere Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, sind von der CO₂-Steuer ausgenommen. Nur fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Kohle und Flüssiggas werden besteuert.

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