12.08.2026
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Die CO₂-Steuer ist eine staatliche Abgabe auf fossile Brennstoffe in Deutschland. Offiziell handelt es sich um eine CO₂-Bepreisung im Rahmen des nationalen Emissionshandels, geregelt durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Diese Abgabe verteuert klimaschädliche Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel schrittweise, um einen Anreiz zur Reduzierung des CO₂-Ausstoßes zu schaffen und den Umstieg auf klimafreundlichere Heizlösungen zu fördern.
Die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung fließen in den Klima- und Transformationsfonds der Bundesregierung. Aus diesem Topf werden klimafreundliche Technologien gefördert, darunter der Ausbau erneuerbarer Energien, die Elektromobilität und auch der Austausch alter Öl- und Gasheizungen gegen moderne Wärmepumpen.
Für 2026 wurde für die CO₂-Steuer ein Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO₂ festgelegt. Der konkrete Preis bildet sich durch Versteigerungen von begrenzt verfügbaren CO₂-Zertifikaten und kann innerhalb dieser Spanne schwanken.
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Beim Heizöl bedeutet das: Die CO₂-Abgabe für Heizöl kann 2026 bis zu 20,70 Cent pro Liter betragen (inklusive Mehrwertsteuer).
→ Das ist eine Steigerung um rund 3,18 Cent pro Liter gegenüber 2025.
→ Für einen durchschnittlichen Einfamilienhaushalt mit einem Verbrauch von 2000 Litern Heizöl pro Jahr entstehen dadurch CO₂-Kosten zwischen 349 und 412 Euro jährlich.
*Prognose basierend auf verschiedenen Szenarien des Kopernikus-Projekts Ariadne (hohes Szenario: 135 €/Tonne; optimales ETS-ESR-Szenario: 190 €/Tonne)
Die Höhe der CO₂-Abgabe richtet sich nach dem heizwertbezogenen Emissionsfaktor des jeweiligen Brennstoffs. Heizöl hat einen höheren CO₂-Gehalt als Erdgas, weshalb die CO₂-Steuer für die Ölheizung grundsätzlich höher ausfällt als bei einer Gasheizung.
Pro Liter Heizöl werden etwa 2,65 Kilogramm CO₂ freigesetzt. Bei einem CO₂-Preis für Heizöl von 65 Euro pro Tonne ergibt sich folgende Rechnung:
Die aktuellen Zahlen sind erst der Anfang. Ab 2028 wird die CO₂-Bepreisung für Verkehr und Gebäude in den europäischen Emissionshandel (ETS II) überführt. Dann wird der Preis nicht mehr staatlich festgelegt, sondern bildet sich durch Angebot und Nachfrage am Markt.
Ökonomen erwarten mittelfristig einen deutlichen Anstieg. Das Kopernikus-Projekt Ariadne am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung geht von einem CO₂-Preis zwischen 135 und 190 Euro pro Tonne bis 2030 aus. Das würde die CO₂-Steuer für Heizöl auf 43 bis 60 Cent pro Liter treiben – mehr als eine Verdopplung, im Höchstfall sogar fast eine Verdreifachung gegenüber 2026.
Für Hausbesitzer mit Ölheizung bedeutet das: Die jährlichen CO₂-Kosten könnten bis 2030 auf 850 bis 1200 Euro steigen, bei einem Verbrauch von 2000 Litern. Bei Gasheizungen wären es 650 bis 900 Euro jährlich bei 20.000 kWh Verbrauch. Dazu kommen die eigentlichen Energiekosten, die ebenfalls schwanken können.
Seit 2023 müssen Vermieter sich an den CO₂-Kosten beteiligen, und zwar umso stärker, je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes ist. Das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz regelt diese Verteilung in einem Stufenmodell.
Grundregel: Je höher der CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr, desto größer ist der Anteil, den Vermieter tragen müssen. Bei sehr gut sanierten Gebäuden mit weniger als 12 Kilogramm CO₂ pro Quadratmeter tragen Mieter 100 % der Kosten. Bei Gebäuden mit mehr als 52 Kilogramm CO₂ pro Quadratmeter zahlen Vermieter hingegen 95 %.
Hier siehst du die Aufteilung der Kosten im Überblick:
Die Grundlage für die Berechnung ist der jährliche CO₂-Ausstoß des Gebäudes, der in der Heizkostenabrechnung oder Brennstoffrechnung ausgewiesen sein muss.
Um dich von der CO₂-Steuer Ölheizung unabhängig zu machen, kannst du durch eine energetische Sanierung deinen Verbrauch senken, auf eine klimafreundliche Heizlösung wie eine Wärmepumpe umsteigen oder deinen Energieverbrauch durch einfache Maßnahmen optimieren.
Eine bessere Dämmung von Dach, Fassade und Fenstern senkt deinen Energieverbrauch und damit automatisch auch die CO₂-Abgabe. Schon einfache Maßnahmen wie der Austausch alter Fenster oder die Dämmung der obersten Geschossdecke können den Heizbedarf spürbar reduzieren. Staatliche Förderprogramme über die KfW oder das BAFA unterstützen solche Sanierungen finanziell.
Der effektivste Weg: Raus aus fossilen Brennstoffen, rein in erneuerbare Energien. Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solarthermie sind von der CO₂-Steuer komplett ausgenommen. Besonders Luft-Wasser-Wärmepumpen bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und können auch in bestehenden Gebäuden effizient arbeiten. In vielen Fällen ist auch kein kompletter Umbau auf eine Fußbodenheizung nötig.
Der Staat übernimmt im Rahmen der Wärmepumpen-Förderung bis zu 70 % der Investitionskosten. Das macht den Umstieg oft schon nach wenigen Jahren wirtschaftlich attraktiv, selbst wenn die Anschaffungskosten auf den ersten Blick hoch erscheinen.
Auch ohne große Investitionen lässt sich viel erreichen: Heizung richtig einstellen, regelmäßig stoßlüften statt Fenster dauerhaft kippen, programmierbare Thermostate nutzen und nachts die Temperatur absenken. Diese einfachen Maßnahmen können den Verbrauch um 10–15 % senken.
Eine Wärmepumpe arbeitet besonders effizient in gut gedämmten Gebäuden und bei niedrigen Vorlauftemperaturen. Das heißt aber nicht, dass Altbauten automatisch ausgeschlossen sind. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen auch bei Minusgraden hohe Leistungszahlen und können problemlos mit Heizkörpern betrieben werden, solange diese ausreichend dimensioniert sind.
Besonders wirtschaftlich ist eine Wärmepumpe mit Photovoltaik. Der selbst erzeugte Solarstrom senkt die Stromkosten der Wärmepumpe erheblich und macht dich damit noch unabhängiger von steigenden Energiepreisen.

Steigende CO₂-Kosten müssen kein Dauerzustand sein. Mit einer modernen Wärmepumpe heizt du klimafreundlich, effizient und unabhängig von Gas- und Ölpreisen. Bei hansetherm bekommst du ein Komplettpaket mit Festpreisgarantie: Von der digitalen Planung über die Installation bis zur regelmäßigen Wartung kümmern wir uns um alles und übernehmen auch den Förderantrag für dich.
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Die Abgabe richtet sich nach dem CO₂-Ausstoß des Brennstoffs. Heizöl verursacht etwa 2,65 Kilogramm CO₂ pro Liter. Dieser Wert wird mit dem aktuellen CO₂-Preis multipliziert und inklusive Mehrwertsteuer auf den Heizölpreis aufgeschlagen.
Ja, ab 2028 wird der Preis durch den europäischen Emissionshandel marktbasiert ermittelt. Experten erwarten einen Anstieg auf 107 bis 151 Euro pro Tonne bis 2030. Die CO₂-Steuer könnte sich damit mehr als verdoppeln.
Wärmepumpen, Pelletheizungen, Solarthermie und andere Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, sind von der CO₂-Steuer ausgenommen. Nur fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Kohle und Flüssiggas werden besteuert.
An unsere Produktions- und Handelspartner stellen wir die höchsten Anforderungen. Dieselben Ansprüche haben wir auch an uns: Deshalb haben wir unser Qualitätsmanagement und umweltbewusstes Handeln prüfen und zertifizieren lassen.