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CO₂-Steuer auf die Heizung 2026: Was Öl- und Gasheizungen jetzt kosten

Aktualisiert:

14.08.2026

Lesezeit:

9

Minuten
CO₂-Steuer auf die Heizung 2026: Was Öl- und Gasheizungen jetzt kosten

CO₂-Steuer Heizung: Das Wichtigste in Kürze

  • Die CO₂-Steuer auf die Heizung trifft alle fossilen Brennstoffe, also Heizöl und Erdgas.

  • Wärmepumpen sind von der CO₂-Steuer nicht betroffen, weil sie keinen Brennstoff verbrennen.

  • 2026 liegt der CO₂-Preis im Korridor von 55–65 € pro Tonne CO₂, das sind bis zu 20,70 ct/Liter Heizöl bzw. bis zu 1,6 ct/kWh Gas (inkl. MwSt.).

  • Ein Einfamilienhaus mit 2000 Litern Heizöl zahlt 2026 rund 349–412 € CO₂-Kosten pro Jahr, mit 20 000 kWh Gas rund 263–311 €.

  • Ab dem 1. Januar 2028 wandert die Bepreisung in den europäischen Emissionshandel (ETS 2). Der Preis bildet sich dann frei am Markt und könnte laut Prognosen bis 2030 auf 120–250 €/Tonne steigen.

  • Wer die CO₂-Steuer dauerhaft umgehen will, steigt auf eine Wärmepumpe um – mit bis zu 80 % Förderung.

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Was ist die CO₂-Steuer?

Die CO₂-Steuer ist eine staatliche Abgabe auf fossile Brennstoffe. Sobald du mit Heizöl oder Erdgas heizt, fällt sie an, denn beim Verbrennen entsteht Kohlenstoffdioxid (CO₂). Je mehr CO₂ ein Brennstoff ausstößt, desto höher ist die Abgabe. Geregelt ist das im Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG), das die Bepreisung seit 2021 schrittweise anhebt.

Warum wird CO₂ besteuert?

Heizen mit Öl und Gas soll laut Bundesregierung Jahr für Jahr teurer werden, damit sich der Umstieg auf klimafreundliche Systeme wie die Wärmepumpe lohnt. Die Einnahmen fließen in den Klima- und Transformationsfonds, aus dem unter anderem der Heizungstausch gefördert wird.

Wie wird die CO₂-Abgabe abgerechnet?

Du überweist die CO₂-Abgabe nicht selbst ans Finanzamt. Die Brennstoffhändler kaufen die nötigen CO₂-Zertifikate ein und legen die Kosten auf den Preis um. Die CO₂-Steuer steckt also bereits im Preis, den du pro Liter Heizöl oder pro Kilowattstunde Gas zahlst, und taucht auf deiner Abrechnung als eigener Posten auf.

Schon gewusst?

Streng genommen ist die CO₂-Steuer gar keine Steuer, sondern ein nationaler Emissionshandel. Im Alltag haben sich die Begriffe „CO₂-Steuer", „CO₂-Abgabe" und „CO₂-Bepreisung" aber durchgesetzt und meinen alle dasselbe.

Wie hoch ist die CO₂-Steuer 2026?

Die CO₂-Steuer wird pro Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid berechnet. Für 2026 gilt ein Preiskorridor von 55 bis 65 € pro Tonne CO₂. Anders als in den Vorjahren gibt es keinen festen Preis mehr. Der konkrete Wert bildet sich über die Versteigerung einer begrenzten Zahl an CO₂-Zertifikaten und kann innerhalb dieser Spanne schwanken.

Wie hat sich die CO₂-Steuer seit 2021 entwickelt?

Wie stark die Abgabe in den letzten Jahren gestiegen ist, zeigt der Blick zurück. 2021 startete sie bei 25 € pro Tonne, 2025 lag sie bereits bei 55 €. Mit dem oberen Wert von 65 € für 2026 hat sich der CO₂-Preis damit in 5 Jahren mehr als verdoppelt.

JahrCO₂-Preis pro Tonne
202125 €
202230 €
202330 €
202445 €
202555 €
202655–65 €

Quelle: § 10 BEHG

CO₂-Steuer 2026: Öl und Gas im Überblick

Für Eigenheimbesitzer zählt nicht der Preis pro Tonne, sondern was am Ende pro Liter Heizöl oder pro Kilowattstunde Gas zusammenkommt.

JahrCO₂-Preis/TonneCO₂-Steuer Heizöl (ct/Liter)CO₂-Steuer Gas (ct/kWh)
202125 €7,9 ct0,6 ct
202555 €17,52 ct1,3 ct
202655–65 €17,52–20,70 ct1,3–1,6 ct
2030*ca. 120–250 €ca. 38–79 ctca. 2,9–6,0 ct

*Prognose für 2030 auf Basis der EWI-Studie (April 2025): Der modellierte CO₂-Preispfad steigt von rund 120 €/Tonne (2027) auf über 200 €/Tonne (2035).

CO₂-Steuer für Ölheizungen 2026

Wenn du mit Öl heizt, trifft dich die CO₂-Abgabe am stärksten. 2026 liegt die CO₂-Steuer für Heizöl bei bis zu 20,70 Cent pro Liter (inklusive Mehrwertsteuer) – das sind rund 3,18 Cent mehr als noch 2025. 

Die Höhe lässt sich leicht nachrechnen, denn beim Verbrennen von einem Liter Heizöl entstehen etwa 2,65 kg CO₂. Bei einem CO₂-Preis von 55 bis 65 € pro Tonne ergibt das:

  • 2,65 kg × 55–65 €/Tonne = ca. 14,7 bis 17,4 ct pro Liter (netto)
  • mit 19 % Mehrwertsteuer = ca. 17,5 bis 20,7 ct pro Liter (brutto)

Schon gewusst?

Dass Heizöl härter getroffen wird als Erdgas, liegt genau an diesem höheren CO₂-Gehalt. Mit einem Emissionsfaktor von 266 g CO₂ pro Kilowattstunde stößt Öl deutlich mehr aus als Erdgas mit rund 201 g. Wie sich die Kosten über ein ganzes Jahr summieren, vertiefen wir im Ratgeber CO₂-Steuer Heizöl 2026.

Wie hoch ist die CO₂-Steuer 2026 für 2000 Liter Heizöl?

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Ölheizung verbraucht rund 2000 Liter Heizöl pro Jahr. Daraus ergeben sich 2026 CO₂-Kosten zwischen 349 € (bei 55 €/Tonne) und 412 € (bei 65 €/Tonne).

Heizölverbrauch pro JahrCO₂-Kosten 2026 (55–65 €/Tonne)
1500 Literca. 263–311 €
2000 Literca. 349–412 €
3000 Literca. 524–618 €

Quelle: eigene Berechnung auf Basis BEHG

CO₂-Steuer für Gasheizungen 2026

2026 liegt die CO₂-Steuer für Erdgas bei bis zu 1,6 Cent pro Kilowattstunde (inklusive Mehrwertsteuer) und damit aufgrund des geringeren CO₂-Gehalts etwas niedriger als beim Öl.

Mit dem Emissionsfaktor und dem CO₂-Preis von 55 bis 65 Euro pro Tonne ergibt sich:

  • 0,201 kg × 55–65 €/Tonne = ca. 1,1 bis 1,3 ct pro kWh (netto)
  • mit 19 % Mehrwertsteuer = ca. 1,3 bis 1,6 ct pro kWh (brutto)

Wie viel CO₂-Kosten zahle ich 2026 mit Gasheizung im Einfamilienhaus?

Ein typisches, wenig saniertes Einfamilienhaus verbraucht rund 20 000 Kilowattstunden Gas pro Jahr. Daraus ergeben sich 2026 CO₂-Kosten zwischen 263 € (bei 55 €/Tonne) und 311 € (bei 65 €/Tonne). Je nach Verbrauch sieht die Rechnung so aus:

Gasverbrauch pro JahrCO₂-Kosten 2026 (55–65 €/Tonne)
15 000 kWhca. 197–233 €
20 000 kWhca. 263–311 €
30 000 kWhca. 395–467 €

Quelle: eigene Berechnung auf Basis BEHG

Wie entwickelt sich die CO₂-Steuer bis 2030?

Die heutigen Zahlen sind erst der Anfang. Bis 2027 gibt der Staat den CO₂-Preis noch über den Korridor vor. Doch ab dem 1. Januar 2028 wird die Bepreisung für Gebäude und Verkehr in den europäischen Emissionshandel ETS 2 überführt. Der ursprünglich für 2027 geplante Start wurde dabei um ein Jahr verschoben. Danach gibt es keinen gedeckelten Fixpreis mehr, der Preis bildet sich frei am Markt durch Angebot und Nachfrage und ist damit deutlich schwerer vorhersehbar.

Ökonomen rechnen mittelfristig mit einem deutlichen Anstieg. Eine Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts der Universität zu Köln (EWI) vom April 2025 modelliert einen CO₂-Preispfad, der von rund 120 € pro Tonne (2027) auf über 200 € pro Tonne (2035) steigt. Um die EU-Klimaziele zu erreichen, wäre laut EWI bis 2030 sogar kein Preis unter 250 € pro Tonne ausreichend. Schon bei 120 € pro Tonne läge die CO₂-Steuer für Heizöl bei rund 38 Cent pro Liter, bei 250 € pro Tonne bei rund 79 Cent – also fast das Vierfache von heute.

Für dein Eigenheim heißt das konkret:

HeizungCO₂-Kosten 2026CO₂-Kosten 2030 (Prognose)
Ölheizung (2000 Liter/Jahr)ca. 349–412 €ca. 760–1.580 €
Gasheizung (20 000 kWh/Jahr)ca. 263–311 €ca. 570–1.200 €

Quelle: eigene Berechnung auf Basis der EWI-Studie (April 2025), CO₂-Preis 120–250 €/Tonne

Die Richtung ist eindeutig: Fossiles Heizen wird Jahr für Jahr teurer.

Unser Tipp

Die CO₂-Steuer ist nur ein Kostenpunkt von vielen. Dazu kommen volatile Brennstoffpreise und ab 2029 gesetzliche Auflagen für neue fossile Heizungen. Wer langfristig rechnet, sollte die Gesamtkosten über 15–20 Jahre vergleichen, statt nur den heutigen Literpreis zu betrachten.

Ist eine Wärmepumpe von der CO₂-Steuer betroffen?

Nein, eine Wärmepumpe verbrennt keinen fossilen Brennstoff und stößt im Betrieb kein CO₂ aus, damit fällt für sie auch keine CO₂-Abgabe nach dem BEHG an. Statt Öl oder Gas nutzt sie Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und braucht lediglich etwas Strom, um diese Wärme nutzbar zu machen.

Die CO₂-Steuer wird nicht auf Strom erhoben. Dein Strompreis enthält keine BEHG-CO₂-Bepreisung, die Jahr für Jahr automatisch weiter steigt. Heizt du deine Wärmepumpe zusätzlich mit Ökostrom oder Strom aus der eigenen PV-Anlage, wird die Wärme nahezu CO₂-neutral und du bist von der gesamten Kostenkurve der fossilen Brennstoffe entkoppelt.

Auf einen Blick

Während Öl- und Gasheizungen bis 2030 mit deutlich steigenden CO₂-Kosten rechnen müssen, bleibt die Wärmepumpe von der CO₂-Steuer komplett verschont. Genau dieser Unterschied macht über die Lebensdauer der Heizung mehrere tausend Euro aus.

Jetzt auf eine Wärmepumpe umsteigen und CO₂-Steuer sparen

Die CO₂-Steuer macht fossiles Heizen planbar teurer. Öl und Gas werden Jahr für Jahr stärker belastet, eine Wärmepumpe dagegen gar nicht. Das ist das stärkste, aber nicht das einzige Argument für den Umstieg. Hinzu kommen die ohnehin steigenden Brennstoffpreise. Während Öl und Gas teurer werden, fördert der Staat den Wechsel zur Wärmepumpe: Beim Tausch einer alten Öl- oder Gasheizung bekommst du eine Förderung von bis zu 80 % (max. 22.400 € auf 28.000 € förderfähige Kosten, gestaffelt nach Einkommen, Stand ab 21.07.2026).

CO₂-Kosten pro JahrÖlheizung (2000 l)Gasheizung (20 000 kWh)Wärmepumpe
2026ca. 349–412 €ca. 263–311 €0 €
2030 (Prognose)ca. 950–1.580 €ca. 720–1.200 €0 €
Förderung beim Heizungstauschbis zu 80 %

Über die gesamte Lebensdauer der Heizung summiert sich dieser Unterschied auf mehrere tausend Euro – Geld, das du bei einer Wärmepumpe komplett sparst.

Den Umstieg musst du dabei nicht allein stemmen. Bei hansetherm bekommst du alles aus einer Hand: von der kostenlosen Beratung über die Förderung bis hin zur Installation und jährlichen Wartung deiner Wärmepumpe.

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FAQ

Welche Heizungen sind von der CO₂-Steuer befreit?

Die CO₂-Steuer fällt nur auf fossile Brennstoffe an, betrifft also Öl- und Gasheizungen. Heizsysteme ohne fossile Verbrennung bleiben verschont:

  • Wärmepumpe
  • Solarthermie
  • Holz- und Pelletheizungen
  • Fernwärme

Günstig fährst du dauerhaft mit einer Wärmepumpe, denn sie ist von der CO₂-Steuer befreit und wird beim Heizungstausch mit bis zu 80 % gefördert.

Was bedeutet die CO₂-Abgabe für Vermieter?

Vermieter müssen seit 2023 einen Teil der CO₂-Kosten ihrer Mietobjekte selbst tragen und können sie nicht mehr komplett über die Nebenkosten weitergeben. Wie hoch dieser Anteil ist, hängt vom energetischen Zustand des Gebäudes ab. Ein gut sanierter Neubau kostet den Vermieter nichts, ein unsanierter Altbau dagegen bis zu 95 % der CO₂-Kosten. Damit wird eine alte Öl- oder Gasheizung im schlecht gedämmten Bestand für Vermieter doppelt teuer und der Umstieg auf eine effiziente Wärmepumpe umso lohnender.

Wird die CO₂-Steuer auf die Mieter umgelegt?

Nicht mehr vollständig. Seit 2023 teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten nach dem CO₂-Kostenaufteilungsgesetz. Maßgeblich ist der CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter und Jahr. Je schlechter das Gebäude gedämmt ist, desto höher der Vermieteranteil – von 0 % bei sehr effizienten Häusern (unter 12 kg CO₂/m²) bis zu 95 % bei besonders schlecht sanierten (über 52 kg CO₂/m²). Fehlt die Ausweisung der CO₂-Kosten in der Abrechnung, dürfen Mieter ihre Heizkosten pauschal um 3 % kürzen.

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