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Strompreisbremse für Wärmepumpen: Was 2026 wirklich gilt

Aktualisiert:

23.07.2026

Lesezeit:

9

Minuten
Strompreisbremse für Wärmepumpen: Was 2026 wirklich gilt

Strompreisbremse Wärmepumpe: Das Wichtigste in Kürze

  • Die Strompreisbremse für Wärmepumpen ist zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Der gedeckelte Preis von 28 Cent pro Kilowattstunde gilt für 2026 nicht mehr.

  • Stattdessen gibt es nun § 14a EnWG. Du bekommst damit reduzierte Netzentgelte, wenn deine Wärmepumpe vom Netzbetreiber steuerbar ist.

  • Der Netzbetreiber darf deine Wärmepumpe 2026 drosseln, aber nicht komplett abschalten. Mindestens 4,2 kW bleiben immer verfügbar.

  • Wärmepumpenstrom kostet 2026 rund 22 bis 28 ct/kWh und damit weniger als normaler Haushaltsstrom (im Schnitt rund 31 ct/kWh).

  • Wer jetzt umsteigt, sichert sich weiter die Förderung von bis zu 80 % für eine Wärmepumpe (Stand ab 21.07.2026).

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Gibt es die Strompreisbremse für Wärmepumpen 2026 noch?

Nein, die Strompreisbremse für Wärmepumpen ist zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen und gilt 2026 nicht mehr. Es gibt damit aktuell keinen staatlich gedeckelten Strompreis für deine Wärmepumpe. Die Strompreisbremse war von Anfang an als befristete Krisenmaßnahme gedacht. Sie sollte Haushalte und Unternehmen vor den extrem hohen Energiepreisen nach 2022 schützen. Für Wärmepumpen gab es dabei eine eigene Obergrenze.

Was war die Strompreisbremse für Wärmepumpen?

Im zweiten Halbjahr 2023 galt für Wärmepumpenstrom ein gedeckelter Preis von 28 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Deckel galt nur für Wärmepumpen mit einem separaten Zähler mit Niedertarif und Hochtarif (Zweitarifzähler). Wer seine Wärmepumpe über den normalen Haushaltszähler betrieb, fiel unter den allgemeinen Deckel von 40 Cent pro Kilowattstunde.

Der gedeckelte Preis galt außerdem nur für 80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs. Für jede Kilowattstunde darüber hinaus musste man den regulären Vertragspreis zahlen. So blieb der Anreiz erhalten, Strom zu sparen.

StrombezugGedeckelter Preis 2023Gilt für
Haushaltsstrom40 ct/kWh80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs
Wärmepumpenstrom (Zweitarifzähler)28 ct/kWh80 % des prognostizierten Jahresverbrauchs
Verbrauch über 80 %Regulärer VertragspreisGesamter Mehrverbrauch

Warum endete die Strompreisbremse für Wärmepumpen früher als geplant?

Eigentlich sollte die Strompreisbremse bis zum 30. April 2024 laufen. Wegen der Haushaltskrise nach dem Karlsruher Urteil zum Klimafonds im November 2023 fehlte dem Bund das Geld. Deshalb wurde sie vorzeitig zum Jahresende 2023 beendet. Seit dem 1. Januar 2024 gibt es damit keine staatliche Strompreisbremse mehr.

Gut zu wissen!

Auch die Gaspreisbremse ist zum selben Zeitpunkt ausgelaufen. Wer noch mit Gas heizt, zahlt seitdem den vollen Marktpreis plus die steigende CO₂-Steuer.

Warum brauchen Wärmepumpen Strom?

Eine Wärmepumpe nutzt das Prinzip des Kältekreislaufs, um Wärme von einem Ort zum anderen zu transportieren. Sie entzieht der Umgebung Wärme, also der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser. Diese Umweltenergie macht rund 75 % der Energie einer Wärmepumpe aus.

Eine Wärmepumpe zieht Energie zu 75 % aus der Umwelt und zu 25 % aus Strom
Eine Wärmepumpe zieht Energie zu 75 % aus der Umwelt und zu 25 % aus Strom

Ein Verdampfer nimmt die Wärme aus der Umgebung auf und verdampft dabei ein Kältemittel. Dieses gasförmige Kältemittel wird von einem Verdichter komprimiert, was Druck und Temperatur erhöht. Im Verflüssiger gibt das heiße Gas die Wärme an dein Heizsystem ab und kondensiert wieder zu einer Flüssigkeit, dann beginnt der Kreislauf von vorne.

Hier kommt nun der Punkt, warum die Wärmepumpe Strom benötigt: Der Verdichter, der für die Erhöhung von Temperatur und Druck des Kältemittels verantwortlich ist, benötigt Energie – genauer gesagt, elektrische Energie, welche 25 % des Gesamtbedarfs ausmacht. Diese Energiezufuhr ist notwendig, um den Kältekreislauf aufrechtzuerhalten und die Wärme effizient zu transportieren.

Schon gewusst?

Eine Wärmepumpe erzeugt deutlich mehr Wärme, als sie an Strom verbraucht. Aus rund 10 kWh Strom werden so bis zu 40 kWh Wärme.

Was bedeutet § 14a EnWG für neue Wärmepumpen?

Seit dem 1. Januar 2024 gilt der reformierte § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Er ist für alle neuen steuerbaren Verbrauchseinrichtungen ab 4,2 kW Leistung verpflichtend, dazu zählen Wärmepumpen, Wallboxen und Stromspeicher. Statt eines einmaligen Krisendeckels bekommst du dauerhaft reduzierte Netzentgelte und damit eine feste jährliche Entlastung.

Du entscheidest dabei zwischen 3 Modulen. Welches sich für dich lohnt, hängt vor allem davon ab, ob du einen separaten Zähler für die Wärmepumpe hast.

ModulSo funktioniert esVoraussetzungEntlastung
Modul 1Pauschaler Rabatt auf die NetzentgelteKein separater Stromzähler nötigRund 110 bis 190 € pro Jahr (je Netzbetreiber)
Modul 2Prozentualer Rabatt auf den Arbeitspreis der NetzentgelteSeparater Stromzähler nötigRund 60 % auf das Netzentgelt
Modul 3Zeitvariable Netzentgelte, nur kombiniert mit Modul 1Smart MeterGünstiger Strom in Schwachlastzeiten

Darf der Netzbetreiber meine Wärmepumpe 2026 abschalten?

Nein, abschalten darf der Netzbetreiber deine Wärmepumpe nicht. Er darf sie bei einer akuten Überlastung des Stromnetzes nur vorübergehend drosseln. Dabei bleibt immer eine Mindestleistung von 4,2 kW verfügbar. 

Diese Drosselung ist der entscheidende Unterschied zur alten Regelung. Früher durfte der Energieversorger die Wärmepumpe komplett vom Netz nehmen. Seit dem Inkrafttreten des § 14a EnWG wird sie nur noch gedimmt und das auch nur im Ausnahmefall. Ein solcher Eingriff ist auf maximal 2 Stunden pro Tag begrenzt und tritt nur dann ein, wenn das örtliche Netz tatsächlich überlastet ist. Die Wärmepumpe läuft dann mit gedrosselter Leistung weiter. In der Praxis kommt das bisher kaum vor. Muss ein Netzbetreiber häufiger eingreifen, ist er gesetzlich verpflichtet, sein Netz auszubauen.

Bleibt das Haus warm, wenn die Wärmepumpe gedrosselt wird?

Ja, das Haus bleibt trotz gedrosselter Wärmepumpe warm. Die garantierten 4,2 kW reichen aus, um den Grundbedarf zu decken. Zusätzlich gleicht ein Pufferspeicher kurze Drosselphasen aus: Die Wärmepumpe heizt das Speicherwasser vorher auf, und dein Heizsystem zieht die Wärme bei Bedarf aus dem Puffer. Eine spürbar kältere Wohnung musst du also nicht befürchten. Nach einer Drosselphase füllt die Wärmepumpe den Speicher einfach wieder auf.

MerkmalAlte EVU-Sperre (bis 2023)Neue § 14a-Drosselung (ab 2024)
Art des EingriffsKomplettes AbschaltenDrosseln auf mindestens 4,2 kW
Häufigkeit/DauerBis zu 3x täglich je 2 StundenMax. 2 Stunden pro Tag, nur im Ausnahmefall
Bleibt es warm?Über Pufferspeicher überbrücktJa, Mindestleistung läuft durch
GegenleistungGünstigerer WärmepumpentarifReduzierte Netzentgelte (§ 14a)

Was kostet Wärmepumpenstrom 2026?

Wärmepumpenstrom kostet 2026 rund 22 bis 28 Cent pro Kilowattstunde. Normaler Haushaltsstrom liegt für Bestandskunden im Schnitt bei ca. 31 Cent pro Kilowattstunde (Strom-Report, Stand Juni 2026). Du sparst mit einem speziellen Wärmepumpen-Stromtarif also grob 3 bis 9 Cent pro Kilowattstunde.

Warum ist der Stromtarif für Wärmepumpen günstiger?

Ein Stromtarif für Wärmepumpen ist aus 3 guten Gründen günstiger:

  1. Reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG. Weil deine Wärmepumpe steuerbar ist, senkt der Netzbetreiber das Netzentgelt. Das geht entweder pauschal über Modul 1 oder prozentual über Modul 2.
  2. Eigene, planbare Wärmepumpentarife. Der Stromverbrauch einer Heizung ist über das Jahr gut vorhersehbar und fällt vor allem im Winter an. Diese Planbarkeit geben viele Versorger über einen niedrigeren Arbeitspreis an dich weiter.
  3. Geringere Umlagen und Abgaben. Für reinen Heizstrom mit separatem Zähler ist die Konzessionsabgabe niedriger, Umlagen wie die KWK- und Offshore-Umlage entfallen teils ganz (§ 22 EnFG, etwa 1,65 Cent pro Kilowattstunde weniger).

Wie groß dein Vorteil am Ende ausfällt, hängt vom Tarifmodell, von der Region und deinem Verbrauch ab.

StromartPreis 2026 (ca.)Hinweis
HaushaltsstromCa. 31 ct/kWhBestandskunden
WärmepumpenstromCa. 22 bis 28 ct/kWhSpezieller Tarif
ErsparnisCa. 3 bis 9 ct/kWhJe nach Tarif und Region

Warum sich die Wärmepumpe auch ohne Strompreisbremse lohnt

Auch ohne die spezielle Strompreisbremse sprechen klare Gründe für eine Wärmepumpe:

  • Unabhängig von Öl- und Gaspreisen. Eine Wärmepumpe gewinnt ihre Wärme aus Luft, Wasser oder Erdwärme. Damit bist du unabhängig von den Preisen für fossile Brennstoffe und weniger anfällig für Schwankungen am Energiemarkt.
  • Förderung von bis zu 80 %. Für den Einbau gibt es weiterhin staatliche Zuschüsse von bis zu 80 %, dazu kommen oft regionale Förderprogramme der Bundesländer.

Wärmepumpe 2026 einbauen und sparen

Auch ohne Strompreisbremse bleibt die Wärmepumpe 2026 eine der günstigsten und klimafreundlichsten Heizungen. Bei hansetherm bringen wir Wärme in dein Zuhause, ganz stressfrei. Wir bieten dir ein umfassendes Wärmepumpen-Komplettpaket an, das alle Phasen – von der Beratung über die Installation bis hin zur Wartung – abdeckt. Unser erfahrenes Team steht dir von Anfang an zur Seite, damit die Wärmepumpe optimal auf deine persönlichen Bedürfnisse und deine individuellen Gegebenheiten vor Ort abgestimmt ist.

Wir denken auch an dein Portemonnaie! Neben unserem Wärmepumpen-Service schnüren wir für dich auch ein Finanzpaket. Das bedeutet: Wir holen für dich jede mögliche finanzielle Unterstützung heraus – mit uns kannst du von bis zu 80 % Zuschüssen profitieren. Und das stressfrei und effizient, weil wir finden, dass gute Energie einfach sein sollte.

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FAQ

Was sind Sperrzeiten bei der Wärmepumpe?

Der Begriff Sperrzeiten stammt aus den klassischen Wärmepumpentarifen. Dabei schaltete der Versorger den Wärmepumpenstrom zu festen Zeiten ab, früher bis zu dreimal täglich für je 2 Stunden. Im Gegenzug war der Strom günstiger als normaler Haushaltsstrom. Für neue Wärmepumpen lassen sich solche Sperrzeiten-Tarife seit 2024 nicht mehr neu abschließen. Stattdessen läuft alles über § 14a EnWG, also über die steuerbare Drosselung mit garantierter Mindestleistung.

Was ist besser: normaler Stromtarif oder Wärmepumpentarif mit Sperrzeiten?

Ein spezieller Stromtarif für Wärmepumpen ist meist günstiger als der normale Haushaltsstrom, weil er von reduzierten Netzentgelten profitiert.

Was kostet Wärmepumpenstrom 2026?

Wärmepumpenstrom kostet 2026 je nach Anbieter und Region rund 22 bis 28 Cent pro Kilowattstunde. Das ist weniger als normaler Haushaltsstrom, der für Bestandskunden im Schnitt bei rund 31 Cent pro Kilowattstunde liegt.

Wie entwickelt sich der Strompreis für Wärmepumpen?

Seit dem Wegfall der Strompreisbremse bildet sich der Preis für Wärmepumpenstrom frei am Markt und liegt aktuell bei rund 22 bis 28 Cent pro Kilowattstunde. Mittel- bis langfristig dämpfen der Ausbau erneuerbarer Energien und die reduzierten Netzentgelte nach § 14a EnWG den Preis. Ein spezieller Wärmepumpentarif bleibt damit voraussichtlich günstiger als ein normaler Haushaltsstrom.

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